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Sonntag, 22. September 2013

Für eine lebensechte Schule!

Ich will die Abschaffung der Sonderschule. Weil die Schule endlich lebensecht werden muss! Anstatt dort Hirne zu trimmen und Leistung zu fordern braucht es mehr denn je eine ganzheitliche Bildung: Hinterfragen und kritisches Denken gehören da genauso dazu wie das Miteinander in Vielfalt und Unterschiedlichkeit lernen. Das geht nur in einer anderen Form von Schule, einer, die nicht nach den verschiedenen Fähigkeiten der Kinder separiert und ausgrenzt, einer, die die Kinder auch nicht bereits mit 10 Jahren in verschiedene Arten von Schulen differenziert. Immer wenn von fehlenden Gymnasiumsplätzen, den teuren Nachhilfestunden, die Überforderung der LehrerInnen mit zu vielen Kindern nicht-deutscher Muttersprache und den verhaltensauffälligen SchülerInnen die Rede ist, dann ist die Antwort: es braucht die Gemeinsame Schule ALLER Kinder, ungeachtet ihrer Fähigkeiten, ihrer Muttersprache und ihres Verhaltens. Denn das Leben - Beruf, Wohnen, Freizeit, verläuft in der Regel auch nicht differenziert und separiert nach Gleichartigkeit des Verhaltens, der intellektuellen und sozialen Fähigkeiten, der Herkunft. Vielfalt ist schön und normal. Schule und Bildung, die die Separierung leben, sind lebensfremd. Schule und Bildung, die die Vielfalt leben, sind lebensecht und befähigen Kinder dazu, sich in einer vielfältigen Welt sicher zu bewegen.

Samstag, 27. April 2013

brain drain

Meine Freundin geht nach Düsseldorf. Eine andere Freundin vor ihr ist vor einem Jahr erst nach Zürich gegangen. Beide kommen so schnell nicht wieder nach Österreich zurück, und schon gar nicht nach Tirol. Sehr gut ausgebildet mit besten Abschlüssen haben sie dennoch keinerlei Chance auf dem Arbeitsmarkt hier, eine entsprechende Stelle zu bekommen. In Düsseldorf dagegen werden Frauen wie meine Freundin gesucht, in Zürich auch. Ich verstehe das und ich wünsche beiden ein Berufsleben mit Herausforderungen und gutem Einkommen. Aber ich mag nicht jedes Jahr eine Freundin verabschieden. Und ArbeitgeberInnen - besonders öffentlichen - sollte inzwischen klar sein, dass wir es uns nicht mehr leisten können, gut ausgebildete Frauen ans Ausland zu verlieren. Schon gar nicht wegen eines kleinen Stückchens Stoff auf dem Kopf ... Monokulturen, gerade weltanschauliche, sind nicht zukunftsfähig. Das waren sie im Übrigen noch nie - daher bitte: morgen Grün wählen!

Mittwoch, 17. April 2013

Europa begeistern

Letzte Woche in Brüssel, mit VertreterInnen der Institutionen ins Gespräch kommen, zum ersten Mal die EU hautnah erleben. Und sie hat es geschafft, mich, die dauernde Skeptikerin, die unbeugsame Kritikerin zu begeistern! Sie hat es geschafft mich davon zu überzeugen, dass es an diesem Ort viele Menschen gibt, die sich ernsthaft Gedanken aus den verschiedensten Blickwinkeln um die gute Weiterentwicklung Europas machen. Sie hat es geschafft, mich davon zu überzeugen, dass wirklich Sachthemen im Vordergrund stehen und nicht politische Zugehörigkeiten. Ja, wir brauchen die Europäische Union und wir müssen sie mitgestalten wollen. Auch mit ihren Widersprüchen: denn dass die Prinzipien der neoliberalen Marktwirtschaft dem Gedanken des Gemeinwesens Europa entgegenstehen ist klar. Wichtig für mich ist die Erfahrung, dass ich den Handelnden in Brüssel zutraue, sich mit diesen Fragen kritisch auseinanderzusetzen. Aber es geht nicht nur darum, dass Europa uns begeistern muss; es liegt an uns, Europa auch für seine BürgerInnen zu begeistern. Und da frage ich mich, ob wir dafür mit Altlandeshauptmann Van Staa die geeignetsten VertreterInnen in Brüssel haben? Oder ob wir über die Landtagswahl nächsten Sonntag nicht nach Brüssel das klare Signal schicken wollen, dass die (Tiroler) ÖVP auch in der Hinsicht ausgedient hat!

Montag, 8. April 2013

Ein neues Dienstrecht auch für KindergartenpädagogInnen!

Und nicht nur ein neues, vor allem eine EINHEITLICHES! Denn es kann ja wohl nicht sein, dass es immer noch zwei parallele Dienstrechte gibt - einmal eines mit Ferienregelung, das sich an dem der LehrerInnen anlehnt. Und dann eine zweites, das ein "Normalarbeitsverhältnis" mit 5 Wochen Urlaub im Jahr ist. Wenn es denkbar ist, dass sich die verschiedenen Arten von Dienstrecht der LehrerInnen in Österreich innerhalb von 2 Jahren (!)in ein gemeinsames Dienstrecht ummünzen lassen, dann muss es auch möglich sein, die Ferienregelung im Dienstrecht der KindergartenpädagogInnen abzuschaffen. Selbstverständlich verbunden mit besserer Ausbildung, entsprechend besserer Bezahlung, der Möglichkeit Teilzeit in jedem Ausmaß zu arbeiten, den Urlaub tageweise zu nehmen und auch selbst bestimmen zu können, wann dieser konsumiert wird ... Dann könnten die Kindergärten der Stadt Innsbruck ganzjährig geöffnet bleiben, die Kinder und Eltern bräuchten während der Ferien keinen oft mühsamen Ortswechsel in Kauf nehmen, die Bezugspersonen würden nicht wechseln ... Wie wir dahin kommen? Grün wählen am 28. April, damit wir das endlich ändern können!

Freitag, 22. März 2013

Her mit der Gemeinsamen Schule!

Grandios gescheitert, so müsste der Titel des Artikels in der TT von heute zur Neuen Mittelschule eigentlich lauten. Denn gescheitert ist sie: 100 SchülerInnen werden heuer keinen Platz im Gymnasium erhalten, im Gegenzug müssen Klassen in den NMS zugesperrt werden. Wann hören die Verantwortlichen endlich auf, die Probleme unseres veralteten Systems weg zu experimentieren? Wann endlich nehmen wir die Modelle ernst, die sich seit Jahrzehnten bewähren? Die Gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen ist in allen europäischen Staaten außer den deutschsprachigen ein Erfolgsmodell. Aber die BildungspolitikerInnen des Landes glauben immer noch, sie können die soziale Bildungskluft mit Umbenennungen und Behübschungen des Lehrplans der NMS durch AHS-Personal schließen. Wir in Innsbruck gehen einen anderen Weg. Wir haben genug vom Bildungsfrust. In einer Arbeitsgruppe der neuen Stadtkoalition kümmern wir uns gemeinsam mit namhaften ExpertInnen um die konkrete Gestaltung eines Realisierungpfades zur inklusiven Bildung und der Gemeinsamen Schule. Wovor fürchtet sich die Landesregierung? Es kann nur - und muss - besser werden!

Mittwoch, 30. Januar 2013

SpitzenkandidatIn?

In Vorbereitung der Landtagswahl sind derzeit scheinbar alle auf der Suche nach SpitzenkandidatInnen bzw. spitzen KandidatInnen. So als ob zumindest SpitzenkandidatInnen schon jemals fertig vom Himmel gefallen wären. Dabei stehen immer Eigenschaften auf der Wunschliste, die in Wirklichkeit keiner mag: Egomanie, Star-Qualität, Alpha-Verhalten ... Dabei ginge es doch viel mehr darum, Potentiale zu erkennen, also potentielle SpitzenkandidatInnen und diesen auch eine Chance zu geben, sie wachsen lassen. Und zu den Potentialen gehören ganz sicher Bodenhaftung, Bescheidenheit, Humor, Empathie sowie Konsequenz in der Verfolgung von Visionen. Genau diese Eigenschaften sind es, die in Dankesreden und Nachrufen immer hervorgehoben werden, die Fähigkeit, Menschen zu versammeln und sich mit ihnen ernsthaft auseinanderzusetzen. Mit Altbischof Reinhold Stecher ist gestern eine Persönlichkeit mit eben diesen Fähigkeiten verstorben. Solche wie ihn würde es auch in der Politik viel mehr brauchen.

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Ich liebe Tiere ...

... aber Robben sind mir grundunsympathisch - ehrlich! Wieso? Oder besser, seit wann? Seit ich weiss, dass Roboterplüschrobben gebaut werden, die Menschen in Altersheimen gegen die Einsamkeit helfen sollen. Sie wackeln mit der Flosse, zwinkern mit den Augen, nur schnurren können sie nicht. Und das sollen sie auch nicht, immerhin werden ja gerade Robben gebaut und keine Katzen oder Hunde, weil deren Körpersprache kennen die Menschen unserer Breiten nur allzu gut - dann wäre ja klar, dass das kein echter Hund ist ...! Angesichts dieses Betrugs weiß ich nicht, ob ich lachen, weinen oder wütend sein soll, eines ist aber klar: das Vieh hält uns einen Spiegel vor, der zeigt, wie verarmt unser Sozialverhalten ist. Lieber separieren wir alte und pflegebedürftige Menschen in eigenen Anstalten, bauen ihnen Heime auf dem neuesten Stand, anstatt ihnen eine dezentrale Struktur der Unterstützung zu bieten und Menschen, genug Menschen, die sich um sie kümmern!
 
Renate Krammer-Stark - innsbruck.gruene.at