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Sonntag, 23. Oktober 2011

Warum die Politik scheinbar keine Visionen hat

Bankmenschen und PolitikerInnen schieben sich aktuell die Schuld an der Finanzkrise zu. Einmal sind die Banken schuld, einmal die mutlosen PolitikerInnen, die keine Visionen hätten. Letzteres hat gerade erst Klaus Liebscher, ehemaliger Präsident der Österreichischen Nationalbank, gesagt. Als Politikerin, besonders als Grüne, trifft mich dieser Vorwurf ganz persönlich. Denn ich habe Visionen! Ich bin NICHT der Meinung, dass der Kapitalismus ein Naturgesetz ist. Ich weiß von WissenschafterInnen, PolitikerInnen, ehemaligen BankerInnen und PraktikerInnen weltweit, dass es sehr wohl eine Alternative aus dem globalisierten Wirtschaftssystem gibt, das uns und unseren Planeten zerstört, eine winzige Minderheit unermeßlich reich macht und die große Masse verarmt. Wie kann es sein, dass in Deutschland aus Milch Fasern zur Produktion von Bekleidung hergestellt wird, während zB in Portugal Kinder statt einer Mahlzeit mit einer Zuckerlösung auskommen müssen? Auch wenn ein Denken und Handeln weg von der globalisierten Weltwirtschaft politisch noch nicht en vogue ist, im Gegenteil belächelt wird, gibt es weltweit schon lange Projekte, die nicht-kapitalistische Tausch- und Geldsysteme aufbauen, sogar in Österreich! Gerade erst habe ich eine tolle junge Grüne Frau aus Gallneukirchen in OÖ kennengelernt, die dort ein alternatives Währungssystem aufbaut. Solche Projekte geben mir Mut, sie beweisen, was die Wissenschaft längst festgestellt hat: dass es sich nicht lohnt, die Banken zu retten oder diese Art der globalisierten kapitalistischen Weltwirtschaft. Was sich lohnt - für alle - ist der Aufbau einer wieder menschen- und naturfreundlichen Wirtschaftsweise. Politische Handlungsmöglichkeiten dafür gibt es und diese Option können wir jederzeit ziehen!

Dienstag, 27. September 2011

Das hab ich erst verdauen müssen ...

... meine Wahl auf Platz 2 der GRÜNEN Liste der KandidatInnen für die Innsbrucker Gemeinderatswahl 2012!!!! Zwar hab ich keine 3 Tage durchgefeiert, aber drüberschlafen hab ich schon müssen. Denn das heißt: Jetzt geht die Arbeit erst richtig los, nämlich den InnsbruckerInnen zeigen, mit welchem hoch motivierten und sympathischen Team wir GRÜNEN zur Wahl antreten! Besonders freue ich mich auf den Straßenwahlkampf mit den neuen KandidatInnen Marcela Duftner (Platz 7) und Mesut Onay (Platz 4). Mit ihnen habe ich auch bisher schon in GRÜNEN Projekten wie dem MAKI MigrantInnenArbeitsKreisInnsbruck und dem GRÜNEN Integrationstanzfest zusammengearbeitet. Zum Glück stehen neben den neuen KandidatInnen wie Kathi Heis (Platz 8) auch noch ein paar vertraute KollegInnen auf der Liste. Und das macht uns von den anderen Parteien wohl niemand - trotz aller Frauenförderprogramme - nach: 3 Frauen an der Spitze: Sonja Pitscheider, meine Wenigkeit und Uschi Schwarzl! Das ist Spitze!

Donnerstag, 21. Juli 2011

Abseits meiner Grünen Meinung: Danke an die BrennerBasisTunnel-Gesellschaft!

So schaut eine schnelle und unbürokratische Lösung aus: Im Frühling fällt mir und einigen anderen HöttingerInnen ein unangenehmes Pfeifen auf. Bei näherem Hinhören und Rundherumhören stellt sich heraus, dass der Pfeifton von der Kirschentalgasse bis zum Planötzenhof zu hören ist. Eine Freundin findet dann per Zufall heraus, dass das Geräusch offensichtlich vom Luftschach des Brennerbasistunnel-Probestollens unterhalb des Bergiselmuseums kommt. Zu diesem Zeitpunkt ist schon das Umweltamt der Stadt Innsbruck in die Recherche eingebunden. Diesem ist es letztlich auch zu verdanken, dass der Kontakt mit der BBT-Gesellschaft über die Landesbehörde hergestellt wird und ohne großes Aufsehen eine Lösung gefunden wird, die den Pfeifton verstummen läßt. Als Bürgerin - nicht als Grüne Politikerin - möchte ich mich daher auch auf diesem Weg sehr herzlich bei allen Verantwortlichen in den entsprechenden Ämtern und der BBT-Gesellschaft bedanken!

Dienstag, 28. Juni 2011

Wir wollen endlich wohnen ....

.... wie es uns gefällt! Gemeinschaftlich, nachbarschaftlich und vernetzt statt einsam und allein. Dabei muss niemand auf seine eigene Wohnung verzichten und bekommt noch Gemeinschaftsräume dazu - einen Gemeinschaftsgarten, eine Gemeinschaftswerkstatt und und und .... Ob und wie sich unsere Wohnträume verwirklichen lassen, wollen wir am 5. Juli von 19.00 bis 22.00 Uhr im Innsbrucker Rathaus, 6. Stock herausfinden. Wir - das sind inzwischen rund 40 Menschen, die vernetzt wohnen möchten - komm' doch vorbei und mach' mit!

Mittwoch, 27. April 2011

Wie kann ich jemanden lieben wenn .....

... der zu mir sagt "geh weg!"? Der neue Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz möchte die "Integrationsfrage lösen". Ob er dafür auch 3-Jährige verpflichtend in den Kindergarten schicken will, weiß er allerdings noch nicht. Vermutlich ist er überhaupt der Meinung es wäre am besten, wenn in Zukunft alle Kinder nur mehr von deutschsprachigen Müttern geboren würden ... Es geht nicht darum, die Integration "zu lösen", sondern vielmehr sie zu leben. Denn sie ist eine dauernde gesellschaftliche und politische Aufgabe, weil es hoffentlich immer Zuzug nach Österreich geben wird! Es geht also nicht nur um den Spracherwerb als wesentlichen Faktor im Integrationsprozess , es geht genauso um die Art unseres Zusammenlebens, um Kommunikation und Konfliktlösung. Unterm Strich bleibt von den Ansichten des Integrationsstaatssekretärs: leider wieder nur ein Durchschnitts-ÖVPler!

Mittwoch, 20. April 2011

Kurz zum Integrationsstaatssekretär

Als mehrjährig mit Integration befasste Lokalpolitikerin fühle ich mich aufgefordert, zum neuen Integrationsstaatssekretär etwas zu sagen. Ich weiß nur ehrlich (noch?) nicht, was. Soll ich froh sein darüber, dass es die Integration als Thema endlich in die Regierung geschafft hat? Soll ich mir weiter um die Integration Sorgen machen, weil sie dem Innenministerium unter Frau Fekter zugeteilt ist? Oder soll ich mich ver.....t fühlen, weil ein thematisch komplett Unbedarfter ein derart wichtiges Ressort erhält? Angesichts des wiederkehrenden Innsbrucker Federspiel-Karaokes von ÖVP und FI ist dieser Kurz kein gutes Zeichen!

Mittwoch, 13. April 2011

Ein Hurra und ein Danke

Liebe InnsbruckerInnen! Wir Grüne werden uns anstrengen - ich als Integrations-, SeniorInnen und Kinderbetreuungssprecherin werde mich anstrengen, den aktuellen Umfrageergebnissen gerecht zu werden! Denn das Hurra gilt dem tollen Wert von 21%, die die Innsbrucker Grünen bei der Sonntagsfrage zur kommenden Gemeinderatswahl erreicht haben. In einem Jahr wird niemand von den anderen Parteien mehr an uns vorbeikommen und wir können endlich beginnen, Innsbruck in unserem eigenen Namen grün zu gestalten. Denn dass das auch bisher passiert ist und weiter passiert, ist nicht nur in der Integration oder an den Radwegen sichtbar - nur dass sich die grünen Federn dann die gelbe Bürgermeisterin an den Hut steckt. Allen, die die grüne Arbeit dahinter trotzdem sehen und auch wertschätzen, gilt das Danke!

Dienstag, 12. April 2011

Über die Privatsache Religion

Es kommt nicht oft vor, dass mir als schon lange nicht mehr katholischer Frau die Meinung eines Pfarrers so gut gefällt. Auch ich bin der Ansicht, dass Religionsfreiheit prinzipiell Meinungsfreiheit ist und es daher rechtens ist, wenn Menschen ihre Religionszugehörigkeit in der Öffentlichkeit zeigen. "Denn Toleranz besteht ja gerade darin, den anderen in seiner Eigenart, auch mit seinen 'privaten' Interessen, Meinungen und Überzeugungen gelten zu lassen oder wenigstens auszuhalten, solange er diese niemandem aufzwingt. Sie sichtbar zu machen, ist vielleicht manchmal eine Zumutung, aber kein Zwang.", schreibt Pfarrer Mag. Peifer. Leider hat die französische Regierung beschlossen, dass es für ihre knapp 70 Millionen StaatsbürgerInnen nicht mehr auszuhalten ist, wenn rund 2000 ihrer Mitbürgerinnen die Burka tragen. Sie zu verbieten ist in ihren Augen im Sinne der Menschenrechte, in meinen aber vielmehr ein Zugeständnis an die rechtspopulistischen, anti-islamischen Hetzer, denen es sicher nicht um die Frauen selbst und ihr Recht auf ein selbstbestimmtes Leben, egal ob mit oder ohne Burka, geht. Eine Demokratie, die beansprucht, der Urheber der Menschenrechte und damit der freien Meinungsäußerung zu sein, sollte fähig sein, Frauen zu emanzipieren, indem sie ihnen einen Job gibt und damit die finanzielle Unabhängigkeit. Sie sollte anonyme Unterstützung anbieten, wenn Frauen gezwungen werden, die Burka zu tragen und sich dagegen wehren möchten. Und sie sollte selbstbewußt genug sein es auszuhalten, wenn es tatsächlich Frauen gibt, die freiwillig vollverschleiert in die Öffentlichkeit gehen. Das Verbot der Burka ist damit ängstlich und kleinlich, aber ganz sicher eine ausgezeichnete Maßnahme, um von aktuellen Problemen abzulenken.

Freitag, 1. April 2011

Die ÖVP und die Angst vor der Zukunft

Das war wieder typisch – es geht um die Zukunft der Pflege und wer ist nicht da? Der Ressortverantwortliche Franz Xaver Gruber. Schon bei mehreren wichtigen Veranstaltungen glänzte er durch Abwesenheit , besonders schade war das aber letzten Dienstag Nachmittag, als es im Landhaus im Zuge der Evaluierung der Altenheime auch über die Perspektiven über die stationäre Pflege hinaus ging. Da waren sich nämlich alle einig – vom Bürgermeister bis zum Wissenschafter: so kann es nicht weitergehen! Die stationäre Pflege ist am Ende ihrer Ausbaufähigkeit angelangt – München hat sogar schon aufgehört, weiter Altenheime zu bauen und konzentriert sich vielmehr darauf, die bestehenden Einrichtungen zu sanieren und zu erhalten. Denn es braucht andere Strukturen, die alle Angebote von der ambulanten, über die teilstationäre und die stationäre Pflege sinnvoll bündeln. Das wissen die Pflegenden seit vielen Jahren und es fehlt sicher nicht daran, dass sie das nicht auch schon oft und laut gesagt hätten. Aber der ÖVP-Sozialreferent hört nicht hin oder ist gar nicht da. Dann versäumt er leider auch Aussagen wie: Angesichts der Menschenrechte werden wir uns in 20 Jahren fragen, wie wir unsere alten Menschen so haben unterbringen können ...

Mittwoch, 16. März 2011

Demokratie im Kindergarten? Ja, bitte!

Aber was heißt das überhaupt? Als Eltern sind wir inzwischen gewohnt, dass es in der Volksschule jetzt ElternvertreterInnen in jeder Klasse gibt. Sie werden gewählt, um die Mitsprache zu gewährleisten - und wenn es nur um die Information über die schulautonomen Tage geht. Information ist der erste Schritt in Richtung Beteiligung und Mitbestimmung, wenn die Eltern zB ein Projekt wichtig finden und das in der Klasse durchführen möchten. Ein gutes Gesprächsklima zwischen den LehrerInnen und den Eltern nützt letztlich allen, es stärkt die Gemeinschaft und die Kinder lernen, dass Bildung auch das Mitreden-Können ist. Eltern sollen jetzt auch in den Kindergärten mehr Mitsprachemöglichkeit erhalten, und zwar in Form der Elternbeiräte. Einen solchen gibt es bereits im Kindergarten Allerheiligen, und dort funktioniert er sehr gut. Ich wünsche mir und ich werde mich dafür einsetzen, dass es bald in jedem Kindergarten der Stadt Innsbruck einen solchen Beirat gibt. Damit Gespräche nicht immer zwischen Tür und Angel stattfinden müssen, damit Platz nicht nur für Kritik, sondern auch für Wertschätzung und Anerkennung ist. Mitbestimmung und damit Demokratie müssen nicht nur gelernt, sondern auch geübt werden - und das gerne schon im Kindergarten. Vielen Dank!

Mittwoch, 23. Februar 2011

Kinderzellen – was ist das?

Die Regierung in Wien macht sich Sorgen um die Köpfe unserer Kinder. Sie will, dass ALLE Kinder, die Rad fahren, einen Helm aufsetzen müssen. Gut! Aber: Macht sich die Regierung auch Sorgen um die Seelen unserer Kinder? Ja? Aber da gibt’s doch Unterschiede, riesige, ja, unüberwindbare sogar. Wieso? Weil es eben „Kinder“ und „unserer Kinder“ gibt. Die Kinder, die vielleicht zwar in Österreich geboren sind, deren Eltern aber nicht, und die noch dazu nicht bleiben dürfen, sondern abgeschoben werden sollen, deren Seelen sind zumindest der Innenministerin egal. Kinderzellen? Was ist denn das? Ach so, das sind die Räume in einem Gefängnis, wo Kinder „kindgerecht“ untergebracht werden, wenn sie und ihre Eltern in Schubhaft müssen. Die gibt’s schon lang. Aber: Sollte es für die Seele nicht auch einen Helm geben? Oder was ähnliches? Zum Beispiel ein Bleiberecht, das diesen Namen verdient? Weil, wenn wir nicht mehr fähig oder nicht mehr gewillt sind, die Seelen der Kinder zu schützen, was wird dann aus Österreich? Strachereich? Und was ist dann mit unseren Seelen und unseren Köpfen? Brauchen wir dann bald alle wieder einen Helm?
 
Renate Krammer-Stark - innsbruck.gruene.at