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Dienstag, 31. Januar 2012

Was darf ein Talent?

In der Politik vieles, bei den Grünen fast alles. Jede und jeder kann sich der Wahl durch die Grünen Mitglieder stellen und sich so für einen Platz auf der Liste bewerben. Die Ausübung des freien Mandats ist bei uns Grünen tatsächlich frei, nämlich befreit vom Klubzwang und damit von parteihierarchischer Meinungsmache. Talente - besonders wenn sie intelligent und fleißig sind, haben es bei den Grünen also leicht sich zu profilieren und weiterzukommen. Was Grüne aber nicht sind - und deshalb bin ich eine Grüne - ist eine Ein-Mann-Fraktion oder eine One-Woman-Show. Politische Talente, die Intelligenz und Fleiß ausschließlich und skrupellos dem eigenen Machtstreben widmen, erliegen oft diesem Irrglauben. Politik, und besonders Grüne Politik, braucht viele Menschen, viele Talente, die sich nicht von der eigenen Selbstüberschätzung, dem eigenen Größenwahn korrumpieren lassen. Charakterliches Versagen dieser Art ist auf Dauer für ein Team unerträglich. Anstand und Ehrlichkeit sind nicht nur Etiketten auf der Grünen Verpackung, daran sollten sich die Mitglieder bei der nächsten Wahl erinnern.

Mittwoch, 11. Januar 2012

Nachhilfe in alternativer Pflegepolitik

Neulich bei einem Pressegespräch mit einem Vertreter eines bekannten Kleinformats ist mir wieder einmal klar geworden wie wichtig es ist, in der Debatte um alternative Pflegekonzepte immer wieder ganz von Vorne anzufangen, und: sich nicht irritieren zu lassen! Daher hier die wichtigsten Argumente für eine Abkehr von den "Bettenplänen" zum Nachlesen. 1. Das Problem: es gibt zwar Bedarfspläne für Pflegebetten auf den Tischen der verantwortlichen PolitikerInnen - in Innsbruck ist das Sozialreferent Franz Gruber - aber diese treffen den Bedarf nicht. Obwohl die Folgekosten in der stationären Pflege nicht finanzierbar sind, werden weiter große Häuser gebaut - wie aktuell das WH O-Dorf. Die Bettenpläne sind Ausdruck für eine große Hilflosigkeit und auch Unsicherheit aufgrund mangelnder politischer Kompetenz in Pflegepolitik. 2. Der Bedarf: Es ist der Herzenswunsch einer überwiegenden Mehrheit der Menschen, zu Hause, in den eigenen vier Wänden, alt und auch gepflegt zu werden. Am wichtigsten in diesem Zusammenhang ist die Sicherheit, dass jemand da ist. 3. Zentral: Um abzuschätzen, wer wirklich stationäre Pflege braucht und wer nicht, braucht es ein Case Management, das sich an den Bedürfnissen des/der KundIn orientiert und nicht in erster Linie leere Betten vermeiden will. Denn die "Politik der vollen Betten" schafft immer neuen Bedarf an Betten. In Innsbruck haben wir genau aus diesem Grund die absurde Situation, dass wir mit 126% den Bedarf übererfüllen und trotzdem immer weiter Betten "brauchen", weil die 126% bereits ausgelastet sind. 4. Die Lösung: Mithilfe eines unabhängigen Case Management wird eruiert, welche Art von Unterstützung eine Person braucht und wie viel davon durch die familiäre/private Situation abgedeckt werden kann. Ab da muss das Angebot bzw. die Struktur vielfältig sein und nicht nur zweidimensional ambulant und stationär: es braucht die Durchlässigkeit zwischen Unterstützung daheim, Übergangspflege, Tages-und Kurzzeitpflege, betreutem Wohnen und stationärer Pflege - insgesamt die echte Wahlfreiheit für die KundInnen und die Angehörigen. Weil auch in der Stadt gibt es einen hohen Anteil an Pflege zu Hause und die Pflegenden brauchen einen Angebot, das genauso auf ihre Bedürfnisse abgestimmt ist. Insgesamt ist dieses System aufwändiger zu organisieren, aber in der Wirkung kundInnenorientiert und dauerhaft finanzierbar. Wer das sagt? Der Nachhilfelehrer in Ludesch/Vbg., Dieter Jenny.
 
Renate Krammer-Stark - innsbruck.gruene.at