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Sonntag, 5. August 2012

Sebastian Kurz entdeckt die Inklusion

Sebastian Kurz, unser nicht mehr ganz so frischer ÖVP-Integrationsstaatsekretär, der seinen Job ohne manipulierendes Vorwissen angetreten hat, ist in den USA, lese ich in der heutigen TT auf Seite 29. Dort will er sich jetzt quasi doch fortbilden und Infos dazu einholen, was Integration noch ist außer Deutschkurse. Angesichts der Zahlen allein von New York, das einen MigrantInnenanteil von 60% hat, die wiederum aus 193 Staaten kommen und 176 Sprachen sprechen, muss es ihm wohl regelrecht schwindlig geworden sein. Noch dazu, wo auf Ämtern außer Englisch auch noch Spanisch, Chinesisch, Koreanisch, Russisch, Italienisch und Kreolisch gesprochen wird. Aber was entdeckt er da? Dass "... ein Zuwanderer seine Wurzeln nicht ablegen muss und sich dennoch als Amerikaner fühlt. Dieses Selbstbewußtsein, dieser Nationalstolz, das ist etwas, wo wir gewinnen könnten." Als Grüner Integrationssprecherin, wenn auch nur der Innsbrucker Grünen, bleibt mir jetzt trotzdem die Sp... weg angesichts dieser Erkenntis. Was macht er im Parlament? Hört er nicht zu? Hat er es bisher nicht verstanden oder hat er sich etwa nicht getraut nachzufragen? Ich gebe ja zu, dass das Wort Inklusion ein sperriger Begriff ist, auch wenn diesen wir Grüne seit vielen Jahren immer wieder argumentieren. Denn genau das ist Integration - Inklusion. Jeder und jede muss mit ihrer Herkunft, der damit verbundenen Anschauungen und Sprache in einer inklusiven Gesellschaft die gleichen Bildungs- und Teilhabechancen haben wie jeder und jede ÖsterreicherIn deutscher Muttersprache. Gegenseitige Wertschätzung ist dazu eine Voraussetzung. Dafür setzen wir Grüne uns ein. Um das zu lernen, hätte Sebastian Kurz nicht in die USA zu reisen brauchen. Das hätte er schon früher lernen können - wenn auch nicht so medienwirksam - zugegeben.
 
Renate Krammer-Stark - innsbruck.gruene.at